20.02.2011 (So) Leider musste auch irgendwann die schöne Zeit in Esperance vorbeigehen – Heute war es dann soweit, es ging weiter in Richtung Ravensthorpe über einen kleinen (sinnlosen) Umweg über Hopetoun. Der Wettergott war uns nicht wohl gesonnen und so gab es bewölkten Himmel und Sturm.
22.02.2011 (Di) Ankunft in Albany, da wir auf der Hinfahrt nur einen Tag hier waren beschlossen wir diesmal ein paar Tage länger hier zu verweilen. Um die Gegend zu erkunden ging es zum Emu Point. Dies ist eine kleine Landeszunge die direkt gegenüber einer kleinen Insel liegt, somit ist der Emu Point so was wie der „Bosporus“ von Albany. Der Strand und das Wasser waren schön, wir haben auch einen riesigen Stachelrochen gesehen. Aber wenn man einmal Lucky Bay gesehen hat, dann ist jeder Strand und jedes Meer einfach nur ein schlechtes Abbild.
23.02.2011 (Mi) Um das wieder besser gewordene Wetter zu genießen ging es zur “Two Peoples Bay“ und zum „Gull Rock“. Hier konnten wir das erste Mal die Schnorchelausrüstung auspacken und ein kleines Schiffsfrack etwa 200m von der Küste erkunden.
24.02.2011 (Do) Um auch etwas für die Bildung zu tun haben wir einen historischen Walk durch die Stadt gemacht, leider war es wieder extrem warm und Marlen war kurz vor ihrem zweiten Sonnenstich.
25.02.2011 (Fr) Unseren letzten kompletten Tag in Albany hatten wir wieder am Emu Point verbracht, Sonnen genießen, spazieren und das Leben genießen.
26.02.2011 (Sa) Hier hieß es Albany „Goodbye“ zu sagen und auf in Richtung Denmark und Walpole. Da wir auf dem Hinweg den günstigen Campspot für 7$ gefunden hatten wurde dieser auch wieder angepeilt.
27.02.2011 (So) Auf unserem Hinweg nach Albany hatten wir einen kleinen Halt bei den „Green Pools“ und „Elefant Rocks“ gemacht leider war das Wetter da nicht so gut – also machten wir jetzt noch einmal Stopp da. Bei unserem Glück war es wieder bewölkt und so spazierten wir nur etwas am Strand entlang und bestaunten die Felsen die wie eine Herde Elefanten von hinten aussieht (Elefant Rocks). Ansonsten ging es den Highway immer geradeaus in Richtung Hamelin Bay. Auf Grund der schlechten bzw. nicht vorhandenen Ausschilderung in Australien sind wir dann 1 Std. in die falsche Richtung gefahren…super…wenigstens gab es ein totes Kängu für die Wertung neuer Känguru Stand: 12:8. Auf dem weiteren Weg hatten wir eine kurze Pause in Pemberton eingelegt und wir hatten wieder gemerkt wie extrem Australien ist! 20km vor dem Ort waren es angenehme 28 Grad, doch in dem Ort waren es 43 Grad, „die Luft war zum schneiden“ und man war froh das die Klimaanlage ohne Probleme funktionierte.
28.02.2011 (Mo) Bei strahlendem Sonnenschein kamen wir in Hamelin Bay (unsere Nr. 3 im Strandvergleich) an. Hier kamen auch die Schnorchelausrüstung und die Sonnencreme zum Einsatz…:)
01.03.2011 (Di) Wir hatten euch ja beschrieben wie das Bezahlen des Campingplatzes in den Nationalparks funktioniert (Briefumschlag mit Geld füllen und einwerfen). Was macht man aber wenn man „nur“ Kleingeld hat und der Briefumschlag nun so dick ist wie Cheesebuger bei McDonalds und dieser „leider“ nicht durch den Einwurfschlitz passt? Die Antwort: sich bedanken dass man die Nacht gratis verbringen durfte :) Nach der Freude über die gesparten 14$ ging es nach Hamelin Bay die Sonnen etwas anbeten und dann weiter in die Nähe von Margaret River, wo der Fluss in das Meer mündet. Alle Surffreaks der Welt kennen diesen Spot, da hier mit die besten Wellen der Welt zu finden sind. Unser Nachtlager wurde wieder in einem Nationalpark aufgeschlagen, leider gab es hier ein richtiges Office und wir mussten bezahlen…dies taten wir aber ohne schlechtes Gewissen denn die Anlage war ein super. Sie war sogar so super das am Abend zum Abendessen 2 Kängu’s um unseren Camper gesprungen sind…neuer Känguru Stand: 14:8
02.03.2011 (Mi) Von dem herrlichen NP ging es weiter in Richtung Busselton. Da wir sehr zeitig unser geplantes Ziel erreicht hatten, haben wir noch die umliegenden Gebiete erkundet und sind dabei auf Yallingup gestoßen. Einfach traumhaft, der Strand ist nicht zu riesig, das Wasser klar und was das Beste ist das Yallingup Riff ist nur 2m vom Strand entfernt. Also Schnorchel und Brille schnappen und ab in Wasser…:) Das Riff ist nicht so reich an Korallen das Great Barrier Reef aber dafür sind hier unzählige Fische zu sehen. Hier hatte Daniel auch eines seiner tollsten Erlebnisse in Australien:
..Ich war so am Schnorcheln und bestaunte die Fische, welche mich gar nicht beachteten, und hielt Ausschau nach ein paar Muscheln für Marlen – als ich auf einmal einen (für mich riesigen) Octopus vor mir sah. Dieser hatte einen Kopf so groß wie eine Wassermelone und seine Arme bzw. Tentakeln waren etwa 1m lang. Da ich nicht im Geringsten damit gerechnet hätte so was zu sehen, schaute ich ihn ganz überrascht an und dieser erwiderte meinen erstaunten Blick. Da standen bzw. schwammen wir nun Auge um Auge und nach etwa 10 Sekunde beschloss ich die Flucht zu ergreifen, da mir das alles zu unheimlich war. Somit ein klarer Sieg für Pauls Verwandten:)
Später sind wir dann weiter nach Busselton gefahren um dort noch etwas zu baden. Später auf dem Campingplatz haben wir dann noch 2 nette Holländer kennen gelernt. Beide reisten mit ihren beiden kleinen Kindern für 2 Monate durch Westaustralien. Am Abend hatten wir bei einem Glas Wein ein paar schöne Stunden, interessant war das der Mann (Paul Drock) gerade ein Buch schreibt.
03.03.2011 (Do) Bevor es nach Bunbury ging wurde ein Stopp in Yallingup eingelegt, schließlich wollte wir die Niederlage am Vortag gegen Paul nicht auf mir sitzen lassen…leider war aber Paul nicht zu Hause. Am Abend hatten wir dann noch den Sonnenuntergang in Burnbury genossen.
04. – 08.03.2011 (Fr-Di) Heute stand die Ankunft in Perth auf der Agenda, aber vorher wurde noch ein langer Spaziergang in Astralind gemacht. Mit der Ankunft in Perth konnten wir auch unsere Finanzen dann einmal komplett durchchecken und da schau her da ist ein riesiges Loch. Wir hatten seit dem Beginn unserer Reise jeden Tag alle Kosten erfasst und versucht ständig im Budget zu bleiben...nur leider ist das schwer wenn man am Tag etwa 50$ zur Verfügung und davon muss folgendes bezahlt werden
1. Unterkunft: ein Campingplatz 30$– mit Glück 14$ im NP oder wenn möglich irgendwo gratis; wenn aber maximal 3 Tage nicht auf einem Campingplatz geschlafen wird - wird es höchste Zeit denn die zweite Batterie ist dann alle. Alternative dazu man fährt etwa 250 km was aber teurer ist als der Campingplatz
2. Tanken: mit einem 55 Liter Tank (Spritpreis liegt bei etwa 1,40$) kommen wir etwa 550 km –da fahren wir aber mit 70 max. 80 km/h über die Autobahn um Sprit zu sparen und um mehr Zeit zu haben die zweite Batterie aufzuladen. Das heißt wenn wir am Tag zu viel fahren dann habe wir unser Tagesbudget schon ausgereizt ohne etwas zu Essen oder eine Unterkunft gefunden zu haben.
3. Essen: leider braucht man auch so was, deshalb gibt es Spaghetti, Reis oder Schnitte mit Butter und Salz; wenn wir uns Eier kaufen dann ist das schon fast Luxus
4. Sonstiges: wenn man nur einmal irgendwo ist dann will man vielleicht auch mal ein Souvenir haben oder muss Eintritt zahlen….doch woher nehmen?
7.03.2011 (Mo) Durch die vorhande Zeit für Kalkulationen hatten wir unsere Kosten für den letzten Tag Westaustralien, 2 Wochen Ostküste und die 10 Tage Neuseeland noch einmal korrigiert. Wir könnten uns diese Reisen immer noch leisten aber der Lebensstandard wäre nicht wirklich lebenswert. Somit überlegten wir nach Alternativen und rechneten durch was uns eine Umbuchung unserer Flüge kosten würde und wir sind zu dem Entschluss gekommen dass es mehr Sinn machen würde schon eher nach Hause zu kommen und etwas Geld wieder mit nach Dtl. zu bringen. Es ist auch die Frage ob man die Schönheit Neuseelands genießen könnte wenn man ständig mit dem einen Auge (oder eher mit beiden Augen) auf das Geld schaut.
Somit sind wir nach Perth gefahren und haben unsere Flüge umgebucht: somit kommen wir nun am 27.3.2011 um 20:30 auf dem Leipziger Hauptbahnhof an. Alle die eine Flasche Sekt öffnen können und diese auch mitbringen sind eingeladen:)


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