Zu aller erst SORRY, diesmal ist es etwas mehr zum lesen, aber so bekommt ihr einen besseren Eindruck von der letzten Woche.
5.7.-9.7. 2010 (Mo-Fr)
Wie schon beschrieben haben wir auf das Haus und die Hunde von Marlen Chef aufgepasst. Also ging es am Sonntag mit Sack und Pack in den Süden von Sydney (nach Illawong).
Dort angekommen machte ich die erste Bekanntschaft mit den 2 Haushunden. Da haben wir zum einen die 8 Jahre alte Pudelmischlingsdame Lilly. Sie ist meistens ganz lieb, leider ist sie taub – was das ausschimpfen sehr schwierig macht und man sich dabei mit seiner Zeichensprache sehr wie ein Pantomime vorkommt. Auf der Gegenseite haben wir das schwarze Ungetüm, der Schrecken von Sydney nein von Australien… CHESTER. Last euch nicht von seinem süßen Block täuschen. Mit 7 Monaten hat er es echt in sich, er ist noch total verspielt und lässt nichts unversucht. Er knappert alles an (auch manchmal Lilly), er zerfetzt Kissen, frist alles was auf der Straße liegt und lässt sich einfach nichts sagen – außer man hat Leckerlies in der Hand. Unsere Taktik bestand darin das schwarze Schrecken so extrem zu beschäftigen das er einfach kaputt ist um Dummheiten anzustellen. Also Ball genommen -> Chester heiß auf den Ball gemacht -> geworfen -> er läuft auch hinter her…nur bringt er den Ball nicht wieder zurück?!? Nach einer Weile verkehrten Rollenspiel, also wir werfen Ball - er läuft hinterher und wir müssen den Ball dann wieder holen, sind wir kaputter als er. Also musste ein neuer Plan her: Gassi gehen
Also Leine her und raus geht’s, nach den ersten Metern merkten wir schon, das ist wie bei einer Suche mit einem Metalldetektor oder wie ein Blinder mit seinem Stock…nur man tastet nicht mit seinem Suchgerät oder seinem Blindenstock den Boden ab sondern mit einem Hund an der Leine….es geht von rechts nach Links wieder zurück nach rechts nach links…usw. …also irgendwie macht das keinen richtigen Spaß. Das Gassi gehen hat einen doch selbst mehr angestrengt als ihn, ständig das ausschimpfen weil er wieder ein altes Taschentuch, eine alte Zeitung, eine Zigarettenschachtel, Steine oder einfach nur Früchte von Bäumen (welche er regelmäßig wieder ausgebrochen hat) im Maul hatte. Einziger Vorteil bei dieser Tortour – es hat ihn wenigstens etwas geschafft.
Nach der Ausgehrunde hat er sich dann meistens irgendwo in eine Ecke verzogen und sicht etwas ausgeruht oder neue Schandtaten überlegt. Wenn man ihn nach etwa 1 Std. nicht gehört oder gesehen hat musste man sich fragen was er als Beschäftigung gefunden hat. Meistens hat er die Früchte der Bäume in einer zarten Note von Grass mit einem leichten Abgang von seinem Frühstück auf den Teppich gekotzt oder nein wir sind ja hier bei feinen Leuten…somit erbrochen oder falsch herum gegessen oder einfach wiedergekäut. Nun stand er vor seinem angerichteten Mal und überlegte ob er es wieder essen sollte oder nicht. Meistens hat er es natürlich NICHT gegessen sondern er hat gewartet bis man es weg macht. Nachdem diese nette Chester Kreation entfernt wurde, roch die Stelle auf dem Teppich natürlich anders als sonst -> also Grund genug für das schwarze Ungetüm diese Stelle stundenlang abzuschlecken…doofer Hund hättest mal lieber das ganze vorher gegessen bevor die Putzfrau/mann kam. Später fing er an auf dem Teppich diese Stelle mit seiner Pfote zu bearbeiten. Diese australische Variante der Teppichpflege ist natürlich nicht zu empfehlen (das Ablecken vielleicht schon, ist doch eigentlich wie ein Eis ohne kälte aber dafür mit vielen Fusseln und einem sehr eigenen Geschmack) . Alle Versuche diese Stellen durch Reinigungsmittel zu reinigen und ihn damit von dem Kratzen abzuhalten blieben ohne Erfolg. Es gibt doch nichts Schöneres als wenn Marlen Chef nach Hause kommt und sein Teppich wie ein Schweizer Käse aussieht. Um genau dies zu verhindern haben wir Gegenstände auf die Stellen gestellt, später sah es aus wie bei einem Hindernislauf.
Ein anderes Mal nach etwa 1 Std. ängstlicher Ruhe von Chester, war es Zeit für eine Kontrolle. Als man ihn fand sah man ihn in einem Raum voller weiße Schneeflocken, nein bei genaueren hinsehen waren das keine Flocken das war die Füllung von Lillys Schlafkissen! Ich muss sagen das sah schon irgendwie süß aus, dieser tief schwarze – lockige Pudel, der einen mit seine braunen Augen ansieht – schwanzwedelnd und um ihn herum überall diese kleinen „Schneeflocken“….
Einen Vorteil hatten seine Aktivitäten er war am Abend wenigstens ruhig und geschafft. In diesem Zustand war er dann richtig süß und ein super Wärmflaschenersatz auf der Couch, mit seinem extrem weichen und warmen Fell.
So oder so ähnlich sah ein Tag mit den beiden Vierbeinern aus.
Nebenbei hat DEU verloren, da hat auch der riesige Fernseher und das Spiel in 3D nicht geholfen. Nein, es war noch schlimmer da man die ganzen Fehler noch besser sehen konnte!!!
Naja die WM ist gelaufen, Spanien hat gewonnen und wir können mit den Niederländern Oktopusrezepte nach Paul`s Art austauschen.
sollen wir das wirklich machen… wenn das nun nicht so wird wie gewünscht
2. Phase: Die Suche
welche Tönung nehme ich…das ist zu dunkel, das zu hell..meine Grundfarbe ist eine ganz andere
3. Phase: Probieren
ständiger Vergleich verschiedener Varianten vor dem Spiegel…siehe Foto
4. Phase: Der Kauf mit letzter Befragung
im Wissen das man gleich eine Tönung kauft wird sich noch mal bei JEDEM rückversichert das man die richtige Farbe hat. 1. Befragung: bei der Freundin 2. Befragung: beim Partner 3.Befragung: beim Sicherheitsdienst?!? 4.Befragung: bei der Verkäuferin
Diese 4 Phasen dauerten ungelogen über 1 Std., was hätte man nicht alles in der Zeit machen können…hier meine Top 3:
1. Argentinien 3 Tore einschenken
2. einen Verwandten von Paul fangen
3. Pauls Verwandte zubereiten und allen von dem leckeren Essen erzählen
Nach dem Kauf ging es ins Hotel wo Marlen getönt wurde und mir nebenbei die Haare geschnitten wurden. Später ging es dann zu Nina, wo sie dann dran war mit tönen. Im Lauf des Abends wurde die Haare nach allen Kriterien wie Rotstich oder Grad der Dunkelheit ausgewertet...wenigstens kam für mich 2 Fast and 2 Furios im TV...;)
11.7. (So) Da am Sonntag wieder Markt in Kiribilli war (dieser ist jedes Wochenende, aber einmal im Monat gibt es einen Fashion und einmal einen Kunst Schwerrpunkt), aber diesmal mit dem Schwerpunkt Fashion – wurde beschlossen diesen zu besuchen. Auf dem Weg dahin haben wir Nina noch ein paar schöne Stellen in und um Botanischen Garten gezeigt welche wir auf unseren vielen Spaziergängen gefunden haben. Als wir dann gegen 15:15 auf dem Markt ankamen wurde dieser gerade abgebaut. Wir hatten gedacht dieser hat bis 17 Uhr offen…aus seinen Fehlern lernt man ja. Wenigstens der Geldbeutel hat sich darüber gefreut. Also ging es die ganz Strecke zurück nach Hause. Alles in allem sind wir bestimmt über 15 km an diesem Tag gelaufen und die Füße schmerzten die letzten km extrem.
Das war es von unserer letzten Woche und nun Wünschen wir euch allen eine schöne Woche und denkt daran Oktopus einzukaufen!!! :)



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